Camping-Guide

7 Fakten, die Ihr zum Thema Camping wissen solltet

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Kofferraum auf, Zelt, Schlafsack, etwas Verpflegung rein und los geht’s! Mitten in der Natur übernachten, morgens vom Vogelgezwitscher geweckt werden und abends vor dem Lagerfeuer mit Wolljacke sitzen – Camping ist zu Corona-Zeiten die perfekte Travel-Variante und erlebt aktuell einen echten Boom. Wer Van, Wohnmobil oder Zelt als Reisebegleiter dabei hat, muss nicht nicht weit in die Ferne schweifen und kann Freiheiten genießen, die kaum eine andere Art des Reisens bietet. Nichts buchen oder reservieren, heute oder morgen weiterfahren und dort bleiben, wo es gerade gefällt. Abschalten geht im eigenen Zuhause auf vier Rädern dabei sogar oft besser als im 5-Sterne-Hotel. In unserem Travel-Guide verraten wir Euch alles, was Ihr zum Thema Camping wissen müsst – von der richtigen Packlist bis zu den schönsten Zeltplätzen rund um Hamburg…

1. Zelt, Van, Wohnmobil oder Anhänger?

 

Trocken, warm und gemütlich. Hierfür eignet sich am besten ein Van oder ein Wohnmobil. Anstatt eines Zelts können wir uns auch in größeren Gruppen einfach einen Transporter mieten, Luftmatratzen mitnehmen und behütet schlafen. Einfache Transporter können mit viel Liebe ausgestattet werden und sich in ein individuelles Camping-Reich verwandeln. 

 

Ein Wohnmobil ist perfekt für Familien geeignet, denn hier müssen wir nicht zwingend die Sitzgruppe zum Bett umbauen, sondern haben feste Betten, die bis zu sieben Leuten gemütliche Schlafplätze bieten. Hier können die Kids nach einem abenteuerreichen Tag gleich ins Bett fallen. Genug Platz für Küche und Bad bietet ein Wohnmobil ebenso.

 

Für sportliche Camper sind Pkw-Anhänger ideal. Denn Sportausrüstung, Fahrräder, Surfbretter und alles, was für dem Campingurlaub benötigt wird, kann im Anhänger am besten transportiert werden.

 

Wer die Natur unmittelbar spüren möchte, ist mit einem Zelt super ausgestattet. Es kann überall aufgeschlagen werden. Ein Dachzelt eignet sich, um es am eigenen Autodach zu befestigen. 

 

 

2. Kaufen oder leihen?

 

Ob man ein Campingfahrzeug leihen oder kaufen soll, richtet sich nach der eigenen Camping-Erfahrung. Zunächst ist es empfehlenswert, ein Fahrzeug „auf Probe“ zu holen, um den Reisealltag erstmal zu testen. Dabei müssen jedoch einige Punkte abgecheckt werden: Kann ich mein Haustier mitnehmen? Wie werden Schäden reguliert? Wohin darf ich mit dem Fahrzeug reisen? Es gibt viele voll ausgestattete Mietmodelle, mit denen wir direkt losfahren können. Für Camping-Fortgeschrittene ist ein eigener Camper toll, um ihn individuell und nach persönlichen Wünschen auszustatten. 

 

 

3. Wo miete ich Van oder Wohnmobil in Hamburg?

 

Bei Ahoi Bullis können wir verschiedene VW-Bullis mieten, die perfekt auf unseren Urlaub abgestimmt werden. Hier wird uns ein All-inclusive-Servicepaket, eine individuelle Tourenberatung, sowie eine App für Tipps und Strecken im Urlaub geboten. Außerdem gibt es die Möglichkeit, coole Extras wie Surfbretter dazu zu buchen.

 

Ein weiterer guter Anbieter im Camper-Bereich ist Roadsurver. Hier können wir für unseren Campingurlaub den neuen VW California im verschiedenen Ausführungen leihen. Ab 75€ pro Nacht, mit unbegrenzter Kilometeranzahl und ohne Reinigungspauschale können wir den Urlaub richtig genießen.

 

Vantopia ermöglicht uns, zwischen drei Modellen zu wählen. Ob sportlich-agil mit Dachzelt für echte Abenteurer, oder einen cozy Bulli – hier sind alle Kilometer frei und alles, was wir brauchen an Board. Vom Auffahrkeil bis zum Campingkocher. 

 

 

4. Worauf sollte man beim DIY-Ausbau achten?

 

Für alle, denen ein Campingbus von der Stange zu langweilig ist und die ihren individuellen Style einbringen wollen, lohnt es sich, den Bus aufzupeppen und selbst auszubauen. Es gibt aber einige Dinge, die man bei der Planung beachten sollte:

 

Das A und O ist die richtige Vorbereitung. Zuerst muss ein Budget festgelegt werden, damit man keine unangenehmen Überraschungen erlebt. Der Ausgangspunkt aller Überlegungen sollte jedoch lauten: Wofür möchte ich das Fahrzeug nutzen? Dann sollte man auch überlegen, wie viele Personen im Camper mitfahren und auch dort schlafen. Wenn man das Fahrzeug auch in der kalten Jahreszeit nutzen möchte, muss man mehr Sorgfalt und Material in die Dämmung stecken, als wenn es ein reiner „Sommercamper“ werden soll. Eine wichtige Frage für die Gestaltung des Innenraums ist zudem die bevorzugte Urlaubsweise. Fährt man meist auf Campingplätze mit kompletter Infrastruktur oder eher auf Stellplätze mit wenig Ausstattung, oder möchte man gar möglichst frei in der Natur campen, wo es erlaubt ist? Also welche Stromversorgung brauche ich, wieviel Wasser- und Gasreserven bis hin zur Küchenausstattung. Die nächste Entscheidung ist die Wahl des Basisfahrzeugs. Einen kompakten Transporter oder lieber einen großen Kastenwagen? Des Weiteren müssen wir uns entscheiden, ob wir ein Aufstell- oder Hochdach nehmen, welche Fenster wir einbauen, wie gedämmt wird, wie geschlafen werden soll und welche Möbel wir benötigen.

 

Der Ausbau eines eigenen Campers erfordert also einiges an Erfahrung und Zeit, kann jedoch toll und individuell werden und nach all unseren eigenen Wünschen realisiert werden. 

 

 

5. Was gehört auf die Packlist?

 

Anders als Pauschalreisen ermöglichen Campingausflüge ein hohes Maß an Flexibilität. Aber nur, wenn auch alles dabei ist und das Campingzubehör komplett ist. Doch zu viel sollte man auch nicht mitnehmen, denn der Platz ist begrenzt. 

Für die Bekleidung brauchen wir alles rundum Funktionskleidung. Wanderschuhe, Fleecejacken und Sportausrüstung ist unabdingbar. Außerdem müssen wir absichern, ob alles für die Übernachtung eingepackt ist. Je nachdem ob wir im Zelt oder im Camper übernachten.  Zum Essen und Kochen benötigen wir einen Kocher, Brennstoff, Streichhölzer, Geschirr und die allgemeine Verpflegung. Ein Erste-Hilfe Set mit Rettungsdecke und Pflastern und eine Karte (falls es mal kein Handynetz gibt) ist wichtig, um uns gleich selbst verarzten zu können. Die persönliche Packstrategie entwickelt sich dann nach und nach mit der Camping-Erfahrung. 

 

 

6. Wohin soll's gehen?

 

Die deutschen Küsten sind zwar dicht besiedelt, die Strände aber schön und gepflegt. Manchmal muss man nicht weit fahren, um die ein oder andere Perle für entspanntes Camping nahe am Meer zu entdecken. Und zwar an der heimischen Nord- und Ostsee. 

 

Der Klassiker Sylt auf den Nordseeinseln bietet den abseits des Trubels gelegenen Campingplatz Wenningstedt. Unmittelbar hinter den Dünen liegt die gepflegte Anlage mit direktem Strandzugang. 

 

Sankt Peter Ording bezeichnet sich selbst als die größte Sandkiste Deutschlands. Und tatsächlich: möglichst nah am Deich und unmittelbar am 12 km langem Sandstrand können wir entweder bei Camping Biehl oder am Beach Motel SPO verweilen. Wer nicht ganz auf sich allein gestellt sein will, kann auf die Infrastruktur des Hotels zurückgreifen und das Frühstücksbüffet oder dem Wellness-Bereich nutzen. Im Schwester-Hotel, dem Beach Motel Heiligenhafen

 

Zwischen Damp und Eckernförde können wir entspannt direkt an der Ostsee campen. Das Camp Langholz bietet naturnahes Camping ganz ohne Schrebergarten-Charakter. Die Besitzer schaffen einen Ort für Lagerfeuerromantik, Hängematten und nachhaltigen Urlaub. Neben den Stellplätzen für Camper können auch kleine Unterkünfte gemietet werden. Es gibt eine Café-Bar und einen Verleih für Paddelboote.

 

In der Lüneburger Heide finden wir den Vollmers Campingpark. Der Platz befindet sich in bester Lage zu den schönsten und größten Heideflächen der Region. Ein wunderschöner Naturschutzpark und die regionale Küche verzaubern uns und lassen uns das Camping in familiärer Atmosphäre genießen.

 

 

7. Wie geht Glamping?

 

Eine Runde im beheizten Außenbecken, danach eine Massage und zum Abschluss des Tages ein Dinner auf der Terrasse. Klingt nach 5-Sterne-Resort, ist aber Camping mit Luxusfeeling.

 

Glamping erobert nach und nach den europäischen Campingmarkt. Hier fehlt es uns aber nicht an Freiheit, Mobilität und Naturnähe. Der Service und Luxus von Hotels wird mit dem Freiheitsgefühl des Campings vereint. Eine perfekte Mischung für die, die auf das Naturerlebnis nicht verzichten wollen, aber dabei auf einen gewissen Komfort setzen. Beim Glamping werden jedoch die Unterkunft und die gesamte Ausstattung auf einem Glampingplatz bereitgestellt. Gewohnt wird nicht im eigenen Camper, sondern man mietet ein voll ausgestattetes Zelt, eine Holzhütte oder ein Mobilheim. Von luxuriösen Lodges, romantischen Schlaffässern bis hin zum Baumhaus mit Whirlpool ist für jeden etwas dabei.

 

Ein Tipp für ein Outdoor Abenteuer in der HafenCity ist das Pierdrei. In der hoteleigenen Camper City wartet ein einmaliges Outdoor Erlebnis, das weder klein noch groß vergisst. Hier können wir unseren Wohnwagen wie ein Zimmer online buchen und auf dem 155qm großen Campingplatz auf dem Dach des Pierdrei glampen.

 

 

„Back to the roots“, heißt es in mancher Hinsicht für die Gäste des Resorts Baumgeflüster (Foto). Unweit des Zwischenahner Meers erwarten uns inmitten eines alten Buchen- und Eichenwaldes, abseits von Internet und Telefon Baumhäuser in luftiger Höhe. Gar nicht ursprünglich ist dagegen die Ausstattung der Luxushäuschen: Boxspringbetten, Designerbäder, Fußbodenheizung und äärchenholzduft machen unseren Aufenthalt zu etwas ganz Besonderem.

 

Die Mecklenburgische Seenplatte unweit von Rostock ist geprägt von Wasser, Wäldern und weiten Feldern. Selbst zur Ostsee ist es nur ein Katzensprung. Genauso besonders wie die Umgebung ist das Schlaferlebnis auf dem Naturcampingplatz Zwei Seen: Ein kleines Dorf aus Lärchenholzfässern wartet hier auf alle, die einen richtig kuscheligen Schlafplatz suchen. Neben Licht, Steckdosen und Heizung gibt es eine kleine Terrasse mit Stühlen, Tischen und Hängematte. Lichterketten sorgen für die richtige Glampingstimmung am Abend.

 

Redaktion: Leonie Hagemann

Fotos: Baumgeflüster, Blake Wisz/Unsplash.com, Caleb George/unsplash.com, Todd Trapani/pexels.com