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Bintu talkt

    ...mit Marcus Karallus


Fernanda Brandao im Interview über die App Start2Run und Laufen in Hamburg

Halle Berry, Katy Perry, Heidi Klum, Orlando Bloom… Nein, das ist nicht die Gästeliste einer exklusiven Hollywood-Party, sondern eine Auswahl der prominenten Kunden von Marcus Karallus. Als Hamburgs bekanntester Personenschützer kam Marcus den VIPs so nah wie kaum ein anderer. Doch der Schutz der Stars ist nicht seine einzige Stärke. Der 50-Jährige zählte seinerzeit zu den erfolgreichsten Kickboxern der Welt – man kann ihn also als wahrhaftige Kickboxlegende bezeichnen. Heute arbeitet er als Trainer für Thaikido, eine von ihm selbst begründete Kampfsportart, als Akademieleiter und Sicherheitsberater. Mrs.CITY Ernährungs- und Gesundheits-Expertin Bintu Cham hat Marcus Karallus zum Interview getroffen und ihm entlockt, welcher Promi ihn am meisten beeindruckt hat, was sein Erfolgsrezept ist und woraus seine Fitness- und Ernährungs-Routine besteht…

Wie bist du zum Kampfsport gekommen?

Ich bin in Hamburg-Steilshoop aufgewachsen. Es herrschte dort ein sehr rauher „Umgangston“ und wer sich verteidigen konnte, war klar im Vorteil. Aus diesem Grund habe ich im Alter von 10 Jahren mit Karate begonnen, mit 14 Jahren kam dann Kickboxen hinzu. Des Weiteren Thaiboxen und Vietnamesisches Kung-Fu.

  

Was waren deine größten Erfolge?

In Bezug auf meine sportliche Karriere gab es drei Erfolge, auf die ich sehr stolz bin:

  1. 2001 süddeutscher Meister im MMA (= Mixed Partial Arts)
  2. 2003 norddeutscher Meister im MMA
  3. 2004 Vize-Weltmeister im Kickboxen

Was braucht es deiner Meinung nach, um erfolgreich zu sein – im Kampfsport und im Leben?

Für mich haben sich im Laufe der Jahre drei Faktoren herauskristallisiert, die grundsätzlich die Basis für Erfolg in jedem Bereich des Lebens bilden:

  1. Disziplin
  2. Berufung
  3. Visionen

Man muss sehr diszipliniert sein und regelmäßig trainieren, um Erfolg zu haben bzw. mit Ausdauer & Zielgerichtetheit seine Lebensziele verfolgen. Das, was man tut, sollte man aus dem Beweggrund der Berufung heraus tun und nicht des Geldes wegen. Im Kampfsport z.B. verdient man nicht besonders viel, es sei denn man gehört zu der absoluten Spitzen-Elite. Das schaffen jedoch nur Wenige.

Visionen helfen einem dabei, seine Ziele auch bei Misserfolgen, nicht aus den Augen zu verlieren. Sie verleihen einem Standhaftigkeit und Durchhaltevermögen. Sie unterstützen einen dabei stark und beharrlich zu werden und nicht gleich aufzugeben.

Im Gespräch: Ernährungsexpertin und Promi-Coach Bintu Cham hat Marcus Karallus für Mrs.CITY zum Interview getroffen.

Du hast Rechtswissenschaften studiert. Was hat dich an Jura fasziniert – und welche Schnittstellen gibt es zur Kampfkunst?

In der Kindheit wurde ich sehr oft diskriminiert und habe mir damals schon Gedanken darüber gemacht, ob es nicht eine gesetzliche Grundlage gäbe, die einen vor Diskriminierung schütze. Jahre später entdeckte ich dann unser „Grundgesetz“ und die ersten drei Grundartikel wurden zu meiner „Lebens-Maxime“. Das Recht auf freie Persönlichkeitsentfaltung ist mir sehr wichtig.

Die Schnittstelle zur Kampfkunst sehe ich vor allem in dem Aspekt des „Notwehrrechts“, dessen Ausübung immer auf Grundlage der „Verhältnismäßigkeit“ beruhen sollte. Es bezieht sich auf diejenige Verteidigung, welche objektiv erforderlich ist, um einen gegenwärtigen rechtswidrigen Angriff einer anderen Person von sich oder einem anderen (in diesem Fall Nothilfe genannt) abzuwenden.

Für mich war und ist es immer wichtig, von Gewalt so wenig wie möglich Gebrauch zu machen. Und so gelangt man vom Kampfsport zur Kampfkunst, deren Ansatz es ist Gewalt grundsätzlich zu vermeiden.

 

Wie hältst du dich fit?

Ich gehe auch nach 40 Jahren weiterhin regelmäßig 2 - 3 x / Woche zum Kampfsport-Training. Des Weiteren betreibe ich Gymnastik, um meine Beweglichkeit & Elastizität zu erhalten. 

 

Welche Rolle spielt dabei deine Ernährung – und wie sieht konkret dein Ernährungsplan aus ?

Ich ernähre mich sehr bewusst, um mein Körpergewicht stabil zu halten. Seit längerem praktiziere ich intermittierendes Fasten. Das bekommt mir sehr gut. Ich esse zwei Mahlzeiten am Tag, bemühe mich Zucker, Weißmehl, sowie Milch- und Milchprodukte zu vermeiden und esse sehr wenig Fleisch. 

 

Du bist heute Leiter einer Akademie für Personen- und Objektschutz, arbeitest als Dozent und gibst Seminare und Workshops. Was ist die wichtigste Message, die du deinen Schülern mit auf den Weg geben möchtest ?

In all den Jahren meiner beruflichen Laufbahn, ist mir eines klar geworden: Man sollte niemals seine „Authentizität“ verlieren. Vor allem, wenn man beruflich sehr erfolgreich ist, ist es besonders wichtig sich selbst immer treu bleiben. Daher lautet meine Message an meine Schüler: „Sei immer der gleiche Mensch“.


 Starker Auftritt: Marcus fällt nicht nur auf durch seine Performance im Ring, sondern auch durch seinen eleganten Kleidungsstil. Er trägt daher den Spitznamen der "Gentleman-Fighter".

 

Auch Selbstverteidigungskurse gehören zu deinem Portfolio. Hast du einen Tipp für uns, wie wir Frauen in einer Situation, in der wir uns bedroht fühlen, reagieren sollten ?

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass man zuerst versuchen sollte, den möglichen Täter auf die rechtlichen Konsequenzen hinzuweisen, die ihm im Falle der Ausübung einer Gewalttat drohen. Oft ist dies jedoch nicht möglich und somit ist der Akt der „Handbefreiung“ der eigenen Hände von großer Wichtigkeit bei einem physischen Angriff, denn Täter versuchen zuerst meist die Hände eines Opfers zu packen. Sobald man die Hände frei bekommt, kann man sich zumindest schon mal besser wehren. Man sollte auch darauf achten, sich nicht auf den Boden werfen zu lassen. Solange man sich auf den Beinen halten kann, ist die Möglichkeit zur Flucht gegeben.

 

Du hast als Personenschützer die größten Weltstars betreut. Wer von den zahlreichen VIPs hat dich am meisten beeindruckt?

Am meisten beeindruckt hat mich die US-Schauspielerin Whoopi Goldberg. Sie ist absolut authentisch & natürlich, weiß, was sie will und bringt dies auch klar und deutlich zum Ausdruck. Sie hatte keinerlei Star-Allüren und war sehr darum bemüht, dass es ihren Bodyguards auch gut ging und sie zu essen und zu trinken bekamen. Das hat mich sehr beeindruckt.

 

Du hast in deinem Leben extrem viel erreicht. Wofür möchtest du deine Stärke in Zukunft noch einsetzen?

Meine „Zukunftsvision“ ist eine Gesellschaft ohne Gewalt. Gerne möchte ich z.B. im Rahmen einer Stiftung Programme ins Leben rufen, die Menschen (am besten schon ab dem Kindergarten) zeigen, wie man Gewaltlosigkeit im Alltag praktizieren kann. Wie man Konflikte löst, ohne dem anderen im Falle von Meinungsverschiedenheiten sofort mit Gewalt zu drohen. Gewalt war und ist für mich noch nie eine Möglichkeit gewesen, konstruktiv mit Herausforderungen umzugehen.

 

Mehr über Marcus Karallus erfahrt Ihr unter:

www.karallus.com

 

 

Hier findet Ihr Marcus in den Sozialen Medien:


 

Fotos: Privat